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[
Re: Veranstaltung in der Moorkirche in Diakonie Freistatt,
Donnerstag 4. Mai 2006 ]
Blick
auf die Freistätter Vergangenheit Lesung
mit Autor Peter Wensierski am 4. Mai in der Moorkirche
Freistatt
(hb). Mit seinem Mitte Februar erschienenen Buch "Schläge
im Namen des Herrn" hat Peter Wensierski, Redakteur der
Zeitschrift "Der Spiegel", eine intensive Debatte über
die Lebensumstände von Heimkindern in den fünfziger und
sechziger Jahren in Westdeutschland ausgelöst. Auszüge
aus seinem Buch stellt der Autor bei einer Lesung in der
Freistätter Moorkirche am Donnerstag, dem 4. Mai, ab 18.00
Uhr vor.
Für die Recherche zu seinem Buch erhielt
Wensierski umfangreiche Unterstützung der Diakonie Freistatt,
und so ist auch die Fürsorgeerziehung in der Nachkriegszeit
Gegenstand der Veröffentlichung. Etwa 400 junge Männer
[sic
= "Jungens im Alter von 14 bis 21 Jahren" ( gemäss
den Aussagen in verschiedenen Jubiläumsbroschüren
betreffend der Anstalt Freistatt im Wietingsmoor] wurden damals
von Jugendämtern in die Freistätter Erziehungsheime
eingewiesen und hatten beim Torfabbau oder in der Landwirtschaft
zu arbeiten. [ ٪
] Die Unterstützung
des Autors bei der Recherche und die Lesung seien nur ein Teil der
Bemühungen, die unrühmliche Geschichte der
Erziehungsheime Moorburg, Moorstatt, Moorhort, Wegwende, Neuwerk,
Heimstatt und Deckertau in der Nachkriegszeit aufzuarbeiten, so
Geschäftsführer Pastor Wolfgang Tereick. [ ٪
] Schon lange vorher
habe man damit begonnen, und in den vergangenen fünf Jahren
seien viele der ehemaligen Zöglinge zu Besuch in Freistatt
gewesen oder hätten telefonisch oder schriftlich Kontakt zur
Diakonie gehabt. Allen wurde auf Wunsch eine vollständige
Akte aus Freistatt ausgehändigt sowie Arbeitsbescheinigungen
für die Rentenversicherung. [ Hat jemand "diese
Arbeitszeiten in Freistatt" schon bei der Rentenversicherung
anerkannt bekommen ?
]. [ ٪
] Darüber
hinaus hätten vor kurzem [am 8. April 2006] rund 20 ehemalige
Erzieher [sich in Freistatt] getroffen, um sich mit ihrer
Beteiligung am damaligen Erziehungssystem auseinanderzusetzen,
berichtet Tereick. Dabei seien viele Fehler und Versäumnisse
angesprochen worden, ebenso wie die oftmals gescheiterten Versuche
zur Verbesserung der Verhältnisse.
Ein grosser Teil
der damals jungen Diakone und Erzieher suche nun den Kontakt zu
ehemaligen Freistätter Zöglingen und werde daher im
Anschluss an die [vorausgesagte] Lesung [am 4. Mai 2006] für
Gespräche zur Verfügung stehen.
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