| Der Betreiber dieser nichtkommerziellen Webseite ist der hoch-engagierte Martin Mitchell in Australien (ein ehemaliges “Heimkind” in kirchlichen Heimen im damaligen West-Deutschland) |
1.) "Haben sie vielen Dank, dass Sie auf diesen Teil der deutschen Geschichte aufmerksam machen." (Auszug von einer privaten Email von einer höchsterfahrenen deutschen freiberuflich tätigen Journalistin, 10 Juli, 2003)
2.) "Ich finde es gut so offen über dieses schwere Kreuz, der Geschichte von, und im Gästebuch Bethels zu schreiben. Ich betrachte das mit sehr großem Respekt." (Beitrag von Jens W. Schulte im Bethel Gästebuch, 7.8.2003, 15:38:50; von Bethel gelöscht, am 16.8.2003)
3.) "Sehr geehrte Herr Mitchell,
ich finde es gut, dass Sie die Möglichkeiten des Internets nutzen, um Ihr Anliegen zu verdeutlichen. Die ganze Zwangsarbeiter-Thematik haben wir sehr aufmerksam verfolgt. Wir rechnen Ende des Jahres mit ersten Forschungsergebnissen, die dann die Grundlage für alles weitere sind. Wie gesagt, mich interessiert es selbst, was aus Ihrer Anfrage geworden ist, und wie Bethel heute dazu steht. Bei uns im Haus [ Diakonisches Werk der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) Berlin ] ist eines der umfangreichsten Archive der Diakonie (Bethel ist, denke ich ebenso umfangreich). Sicher kann Ihnen Dr. Häusler, unser Archivar bei konkreten Fragen auch weiterhelfen. Seine E-Mail-Adresse ist: archiv@diakonie.de.
Mit freundlichen Grüßen
Stephan Röger
PS. Übrigens ist Ihr Schreiben, Deutsch, klar und verständlich. Kein Grund sich zu entschuldigen.“
(Private Email: 1.8.2003, Stephan Röger, Diakonisches Werk der EKD, Neue Medien/Internet).
4.) "Unter dem Begriff »Moorlager« werden vor allem jene Orte [ . . . ] zusammengefasst, in denen zu Beginn der NS-Zeit Konzentrationslager bestanden (so z. B. [ . . . ]) und die etwa ab 1936 der NS-Justiz, während des Krieges auch der Wehrmachtsjustiz unterstellt waren und als »Justizstrafgefangenenlager« bezeichnet wurden. Zwangsarbeit verrichten mussten hier KZ-Häftlinge, Justizstrafgefangene; von Militärgerichten Verurteilte, Kriegsgefangene, [und] teilweise auch zur Zwangsarbeit verschleppte Zivilpersonen. [ . . . ] Der Bereich der »Moorlager« ist inzwischen relativ gut erforscht. [ . . . ]
Der zweite Komplex, den Sie ansprechen, ist weniger gut erforscht. Hier geht es um Zwangsarbeit, die »Fürsorge-Zöglinge« verschiedener Anstalten verrichten mussten. Wenn ich Ihren Brief richtig verstanden habe, mussten Sie selbst dieses Schicksal erleiden. Bethel z. B. weigert sich bis heute, seine Anstaltsgeschichte kritisch aufarbeiten zu lassen oder gar selbst aufzuarbeiten. Zur »Fürsorge-Erziehung« im Nationalsozialismus gibt es einige wenige Untersuchungen, aus denen deutlich wird, dass sich nach Kriegsende die Lebenssituation der Heiminsassen kaum verbesserte. Das scheint bis in die 1960er, 1970er Jahre so gewesen zu sein."
. . . Ich gehe nach Ihren Schilderungen davon aus, dass Sie an der Geschichte der Freistätter Anstalt interessiert sind. Wenn dem so ist, werde ich versuchen, etwas zu recherchieren.“
(Auszüge von Brief: Sudienkreis Deutscher Widerstand 1933 – 1945, Frankfurt am Main, 1.4.2003).
5.) "Hallo Angelika, hallo Winfried und auch Mr. Mitchell in Australien,
den Artikel im Spiegel vom 19.5.03 habe ich mit Intresse und mit grosser Betroffenheit gelesen. Durch Zufall bin ich dann im Forum auf dieses Thema gestoßen und habe Ihre gegenseitige Korrespondenz verfolgt. Jetzt im Moment ist mir überhaupt nicht klar, warum Sie, Angelika, Ihre Korrespondenz zu Martin abbrechen wollen.
Interessant wäre für mich, zu wissen, wie alt eigentlich die Menschen, auch Dieter und Klaus, die sich hier zu Wort gemeldet haben, sind und wo sie leben. Zu meiner Person: ich bin 58 Jahre alt und lebe in der Nähe von Berlin. Die 60-er Jahre, um die es hier geht, habe ich also schon ziemlich bewusst erlebt. Ich schätze mal, dass Mr. Martin Mitchell ca. in meinem Alter ist.
Für mich ist ziemlich klar zu erkennen, dass Mr. Mitchell als Betroffener sehr emotional mit dem Thema umgeht, und als Betroffener auch nicht immer so sachlich bleiben kann wie wir, die wir das erst mal nur so lesen. Außerdem scheint mir, dass er die Deutsche Sprache nicht so gut beherrscht, und sich dann immer wieder persönlich angegriffen fühlt, wenn er einzelne Worte ins Englische übersetzt, wo sie dann vielleicht für ihn eine andere Bedeutung haben. Andereseits fällt mir auch auf, wie Sie als Antwortende sich persönlich angegriffen fühlen von dem, was er schreibt, in einer Sprache, die wohl nicht seine tägliche ist, und wo er Wohl oft auch die falschen Worte wählt.
Eine schnelle Lösung des Problems von Mr. Mitchell scheint es meines Erachtens nicht zu geben. Vielleicht will er ja eigentlich überhaupt nicht vor Gericht klagen. Und wir als „gelernte“ Deutsche meinen, man kann alles nur mit einer Klage erreichen.
Ich habe den Eindruck, dass er überhaupt erst mal eine Öffentlichkeit für dieses Thema herstellen wollte, so wie es der Spiegel-Reporter [Chef Redakteur, Peter Wensierski, Berlin] in seinem Artikel auch versucht hat. Und mussten nicht auch Juden und andere Zwangsarbeiter erst jahrelang Öffentlichkeitsarbeit leisten, um überhaupt gehört und ernst genommen zu werden?
Wir als nicht Betroffene können uns im ersten Moment nicht einmal vorstellen, dass in westdeutschen Kinderheimen so unglaubliche Zustände herrschten. Das nehmen wir eher noch von der ehemaligen DDR an. Aufgrund der Leserzuschriften zu diesem Spiegel-Artikel, in denen auch andere Menschen, die leiden mussten, sich meldeten, fällt es mir schwer, Zweifel an den Schilderungen von Mr. Mitchell zu haben.
Und wenn es also ca 3.000 solche Heime in den 60-er Jahren gab, handelt es sich wohl auch nicht um eine so verschwindende Minderheit von Menschen, die betroffen sind, dass man das vernachlässigen könnte.
Es ist ja hinreichend bekannt, dass Menschen, die schreckliches durchgemacht haben, auch erst nach Jahrzehnten bereit sind, endlich einmal darüber zu reden. Eine einfache Entschuldigung für solche Demütigung ist wohl zu wenig. Andererseits kann man jemandem auch nicht Habgier vorwerfen, wenn er für erlittenes Unrecht bzw. auch für geleistete Arbeit einen Gegenwert in Geld sich vorstellt.
Soviel für heute mit Grüßen an Alle
Adelheid"
( Abgeschickt von Adelheid, 25 Juni, 2003, 22:48:48; ein Beitrag auf dem Forum der RA Kanzlei H.J. Kotz, www.ra-kotz.de )
6.) [ Gerichtet an andere Beitragende in einem Diskusionsforum auf dem Internet ]
"Ich weiss nicht was Ihr Euch einbildet, so eine unqualifizierte Antwort abzugeben.
Hier hat anscheinend einer ein riesen Problem, will genau wie Ihr Hilfe, denkt genau wie ich: „Falls jetzt keine Antwort kommt, hat derjenige der mir eine Antowort geben könnte, meine Frage nicht gelesen, also muß ich diese nochmals stellen“. Das er sie etwas, sagen wir mal nicht einfallsreich, stellt, mag ja sein, aber ihn deshalb runtermachen ist wohl nicht der richtige Weg!
Ich kann nur zu seinem Problem folgendes sagen: „In Deutschland gibt es das System nicht wie in Australien oder USA. Hier gibt es sogenannte festgelegte Sätze für den Rechtsanwalt oder Du mußt ihn privat bezahlen. Die Höhe des zu erwartenen „Schmerzengeldes“ beträgt hier nur ein Bruchteil dessen was in USA üblich ist, deshalb hat man keine guten Aussichten einen Rechtsanwalt zu finden, der das umsonst bzw. auf zu erwartenes „Schmerzengeldes“ hin durchführen würde."
( Abgeschickt von Ernfrei, 03 Juli, 2003, 11:04:23; ein Beitrag auf dem Forum der RA Kanzlei H.J. Kotz, www.ra-kotz.de ).
7.) "Re: Diakonie
Freistatt (im Moor) – Kinderzwangsarbeit und Kindesmisshandlung
auf der Tagesordnung, 1945-1981 (minimum). Wer weis davon? Wo
sind die Opfer?
Das Recht der Betroffenen auf Anerkennung ihres
fortdauernden Leidens.
(Eintrag: 2.7.2003).
Hallo Martin,
Du könntest auch mal versuchen Dich mit dem deutschen Anstaltsverein in Berlin in Verbindung zu setzen – dav.anstaltsverein.de. Die sollten Dir doch helfen können, nicht nur einen geeigneten Anwalt zu finden, aber auch viele Deiner Fragen zu beantworten. Versuch’s doch mal.
Von dem Anwalt Michael Witte hab ich auch schon öfters gehört. Es könnte aber auch Michael WITTI sein, und ich glaube der hat seine Kanzlei in München. Andere wissen vielleicht mehr davon. Hoffentlich melden sie sich wenigstens zu *dieser* Frage.
Auf keinen Fall – lass Dich nicht runterkriegen!
Mit freundlichen Grüßen!
Chris"
( Abgeschickt von Chris Anderson, 05 Juli, 2003, 02:06:26; ein Beitrag auf dem Forum der RA Kanzlei H.J. Kotz, www.ra-kotz.de ).
8.) "Re: Einander Helfen!
Hallo Martin,
Weil es mir scheint, dass niemand anders Dir sagen will wo Du den Star Rechtsanwalt Michael Witti aufspüren kannst, habe ich mir mal selbst vorgenommen, dass für Dich ausfindig zu machen. Seine Details sind:
Rechtsanwalt Michael
Witti
Possartstraße 9
81679 München
Telefon: +49 89 688 55 90
Telefax:
+49 89 688 53 72
Email: mail@ra-witti.de
Michael Witti war einer von mehreren internationalen Star Rechtsanwälten, die sich mit der Wiedergutmachung gegenüber den Zwangsarbeitern der Nazi Zeit befasten, und, die auch immer wieder mit ähnlichen Angelegenheiten und Sammelklagen zu tun haben.
Ob ihn nun die Sache von systematischer Kinderzwangsarbeit und Kindesmisshandlung in diakonischen und charitativen Kirchlichen Einrichtungen in Deutschland, zu unseren Zeiten, interessiert, weiss ich nicht. Aber fragen, solltest Du ihn ganz bestimmt.
Ich wünsche Dir viel Glück mit all Deinem Unternehmen!
Christine"
( Abgeschickt von Chris Anderson, 13 Juli, 2003, 07:43:16; ein Beitrag auf dem Forum der RA Kanzlei H.J. Kotz, www.ra-kotz.de ).
9.) " Re: Kinderzwangsarbeit und Kindesmisshandlung (in der jetzt umbenannten) „Diakonie Freistatt" Warum wurde das von einem kirchlichen Unternehmen – Bethel – so gehandhabt, für mehrere Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg? Wer kann mich darüber aufklären? War es vielleicht doch gesetzlich erlaubt? Wer weiss davon?
Hallo Martin,
ich wünsche Dir viel Kraft und auch eine grosse Portion Glück, im Kampf gegen das Unrecht, welches Dir und vielen anderen wiederfahren ist. Nur achte gut darauf, dass Du dabei nicht wieder neues Unrecht zulässt. Und richte Dich auch darauf ein, dass Dir Unverständnis, Gleichgültigkeit und auch Hass begegnet.
Herzliche Grüsse
Samantha"
( Abgeschickt von Samantha, 14 Juli, 2003, 11:50:38; ein Beitrag auf dem Forum der RA Kanzlei H.J. Kotz, www.ra-kotz.de ).
10.) "Re: Du [Martin Mitchell] tickst nicht mehr sauber!!!!! [ Re Beitrag von "Gast“, 21 Juli, 2003 ]
Hallo Gast,
nun muss ich doch mal auf Ihre Äußerungen eingehen:
Sie sind ja anscheinend nicht mal einer anwandfreien deutschen Sprache mächtig. Da können Sie sich aber 3 Scheiben bei Martin in Australien abschneiden!
Ihre Angriffe finde ich total daneben.
Gott sei Dank gibt es doch ein paar Menschen, die Martin nützliche Tipps gegeben haben. Und ich hoffe für ihn, dass sich noch mehrere melden.
Adelheid“
(
Abgeschickt von Adelheid, 22 Juli, 2003, 19:12:00; ein Beitrag auf
dem Forum der RA Kanzlei H.J. Kotz, www.ra-kotz.de
).
[
Erstveröffentlichung auf dieser Webseite: 26. August 2003 ]
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Siehe auch "Ehemalige Heimkinder" @ heimkinderopfer.blogspot.com und heimkinderopfer2.blogspot.com |
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