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Der Betreiber dieser Webseite ist der hoch-engagierte Martin Mitchell in Australien (ein ehemaliges “Heimkind” in kirchlichen Heimen im damaligen West-Deutschland) |
Jahrzehntelang
betriebene Katholische und Evangelische 'Erziehungsheime' in der
Bundesrepublik Deutschland.
Kindesmisshandlung und
Kinderzwangsarbeit in diesen kirchlichen
'Heimen'.
Kindesmisshandlung
in kirchlichen 'Heimen'
Interview –
Radio Berlin Brandenburg – 4. September 2003
(
© 2003 Transcript-Herstellung und Herausgabe: Martin Mitchell
aus Australien; Vollständige Urheberrecht-Notiz am Ende des
Transcripts )
Transcript einer Radio-Sendung vom 4.
September 2003 um 12:05 Uhr (Transcript
fertiggestellt am 04.04.2004)
Radio Berlin
Brandenburg
RADIOkultur.
Zeitpunkte
Teilnehmer
an diesem Interview:
1.) Rundfunkansagerin und
Moderatorin: Margit Miosga
2.) Vom SPIEGEL: Chef Redakteur,
Berlin, Peter Wensierski, Autor
3.) Stellvertreterin, Katholische
Hochschule für Sozialwesen, Berlin: Frau Professor Birgit
Bertram
4.) Heimkind: Frau B (eine Betroffene aus Berlin)
5.)
Heimkind: Frau A (Elke M.)
6.) Heimkind: Frau C (Regina E. )
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Margit Miosga: |
Hier ist RADIOkultur. "Zeitpunkte" |
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Heimkind – Frau B: |
--- dazu eine Entschädigung für das zahlen was sie mir körperlich angetan haben. Das ist halt jetzt wie ein Schmerzensgeld, als wenn man eine verpfuschte Operation oder so hat. Weil, ich meine, es ist ja über meine Knochen gegangen --- wenn man zwölf Jahre alt ist, und man muss auf Knien Korridor schrubben. Ich habe heute überall Arthrose, in den großen Gelenken, in den Knien, Ellbogen, in den Schultern. Naja, das kommt ja nicht von nichts. |
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Margit Miosga: |
Wenn
es nicht zynisch wäre, könnte man eine Ratefrage
anschließen. Zu welcher Zeit fanden diese Misshandlungen und
Ausbeutung an dieser Frau statt? Während des Dritten Reiches?
In der DDR? Falsch! Frau B, berichtet aus Berlin, aus West Berlin.
Sie war in einem von der katholischen Kirche geführten
"'Heim'" eingesperrt, "für", so sagte man
damals wohl, "Schwererziehbare Jugendliche". |
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Heimkind – Frau B: |
Ich
hatte die Schule geschwänzt. Und so naiv wie ich ja früher
war mit zwölf, bin ich vorher zum Arzt gegangen. --- Wir
hatten da so eine alte Tante im Haus, die hat immer gesagt, "Gehe
mal zur Schule; dich bringen sie ins 'Heim'." --- Da bin ich
vorher zum Arzt gegangen, hab mir ’nen Attest geholt, dass
ich krank bin. Fahr ich, doofe Kuh, zum Jugendamt ’mit, und
sag "Konnte heute zur Schule nicht gehen. Ich bin krank."
"Na, da bleib mal gleich hier." Und da haben die mich in
’ne Taxe gepackt und ins 'Heim' gebracht. Dann sind die zu
meiner Mutter gegangen und haben gesagt, "Ihre Tochter hat
schon länger die Schule geschwänzt. Wir haben sie ins
'Heim' gegeben." Ja, und dann war ich auf einmal da, mit dem
was ich nur an hatte. Das war alles, ja. |
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1928 |
Das
Grundstück wurde nach der West- und Südostseite
erweitert. Der Garten wurde angelegt. |
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1931 |
Die
Wirtschaftsräume wurden um Stall und Scheune erweitert. 1932 |
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1933 |
Von
1933 bis zum Zusammenbruch 1945 befand sich in Haus Conradshöhe
die Aufnahme- und Beobachtungsabteilung für alle in
GroßBerlin der Fürsorge überwiesenen |
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1934 |
Im September wurde eine Abteilung mit 22 Betten für vorschulpflichtige Kinder von 3-6 Jahren eingerichtet. |
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1945 |
Haus
Conradshöhe richtete eine Wöchnerinnen-Abteilung ein,
die im
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![]() Das war ein Kloster, [in Berlin-Tegel] Conradshöhe. Da waren Nonnen, mit Schleier und so wie ja die nun einmal aussehen. Und da dachte ich mir, "Na, was ist denn das nun?" Da dachte ich, "Vielleicht holt dich deine Mutter morgen wieder ab oder so." Na ja, wie man so als Kind nun so ist, das weiß man ja nicht. Ja, die konnte mich nicht abholen. Die durfte mich noch nicht einmal [für’s Weihnachtsfest abholen] --- das war am 27.10.65; dann kam ja Weihnachten; ja, da ich noch nicht so lange da war, hab ich Weihnachten noch nicht einmal Urlaub gekriegt. Da haben die gesagt es wäre "zu verfrüht", und "Urlaub gibt es nicht". Alle sind zu Weihnachten nach Hause gefahren, bloß ich nicht. Heilig Abend, "Schön in die Messe." Nachts um zwölf wurde man geweckt, "Aufstehen!" "Ab in die Kirche!". |
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Margit Miosga: |
Wie waren die Schwestern? |
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Heimkind – Frau B: |
Die waren gemein. Da mussten wir Fußboden schrubben, in der Wäscherei und in der Gemüseküche arbeiten, das Mittagessen machen. Und wenn sie nicht richtig geputzt haben, dann haben die noch mal den Eimer Wasser ausgekippt und einen an die Haare genommen, und gesagt, "Na, nun wischst du noch mal." |
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Margit Miosga: |
Sind Sie dort in die Schule gegangen? |
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Heimkind – Frau B: |
Ja, da hatten sie eine Heimschule. |
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Margit Miosga: |
Hatten Sie das Gefühl, "Das ist unrecht.", was mit Ihnen da passierte? |
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Heimkind – Frau B: |
Ja, das hatte ich *damals schon*. Ich habe immer geheult. Wenn meine Mutter kam, ich sagte, "Hole mich doch von hier heraus!" Da hat sie sich einen Anwalt genommen, wo sie damals gearbeitet hatte, und der hat dann geklagt. Und dann ging es hin und her. "Nein, sie muss ihre Schule da zu Ende machen; und sie kann nicht raus." |
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Margit Miosga: |
Wieviel Jahre sind Sie dort geblieben? |
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Heimkind – Frau B: |
Vom 27.10.65 bis 25.4.67. |
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Margit Miosga: |
Gab es auch eine nette Nonne? |
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Heimkind – Frau B: |
Nein, eine "nette Nonne" gab es da nicht! Da war keine! |
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Margit Miosga: |
Das ist Frau B – unüberhörbar – aus Berlin. |
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Margit Miosga: |
Frau Professor Bertram, Sie lehren an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen [in Berlin]. War denn das der Stand der Pädagogik in den 60er Jahren? Putzen und Beten? |
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Birgit Bertram: |
Ich denke mal, wenn man das mal so im Rückblick sieht, ist es immer etwas schwierig, die Relation solcher Zusammenhänge sich dann klar zu machen. Was wir in den Sechzigern hatten, waren eine Reihe von – eine Menge von Kindern, die in der öffentlichen Erziehung untergebracht waren. Es sind heute deutlich weniger. --- Aus verschiedensten Gründen, --- das kann ich später nochmal --- |
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Margit Miosga: |
Damals, "Deutlich mehr" --- |
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Birgit Bertram: |
Es waren "deutlich mehr". Wir hatten in den 50er und 60er Jahren den höchsten Stand an Kindern in der öffentlichen Erziehung. Und das ist seit dann kontinuierlich zurückgegangen. Und jetzt ist es nicht einmal 1% der Altersjahrgänge; also wirklich extrem wieviel weniger. Und, was man sagen muss, ist, dass in der gesamten pädagogischen Tradition, die in den 50er, 60er Jahren in der öffentlichen Erziehung vorherrschte, sehr stark autoritäre Strukturen da waren. Ich denk mal, da gibt, --- da kann man das nicht leugnen. Das hat, unter anderem, auch dazu geführt, dass in den 70er, 80er dann das, was als "Heimkampagne" bekannt geworden ist auch zu einer ganz enormen Reform in diesen ganzen Arbeitszusammenhängen geführt hat. |
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Margit Miosga: |
Da muss ich jetzt aber mal dazwischen fragen. Das ist ja nicht nur "autoritär", das ist "Ausbeutung", wenn Kinder putzen müssen. |
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Birgit Bertram: |
Das
kann man so sehen. Und ich denk mal, da hilft es auch nichts, dass
man das irgendwie beschönigt. Ich denke aber, dass man, . . .
das, vor einem etwas größeren Zusammenhang auch sehen
muss, um dieser Situation gerecht zu werden. Wir heute, die wir in
einer relativ liberalen Zeitgeistsituation leben, wir machen es
uns manchmal sehr einfach über Dinge, die so vor fünfzig
Jahren so abgelaufen sind, sehr schnell den Stab zu brechen. Die
Zeit, Mitte des letzten Jahrhunderts, muss man ganz klar
interpretieren, als eine wo der Zeitgeist – und zwar sowohl
in der Wissenschaft und der davon abgeleiteten
Erziehungspädagogik, wie auch in der gesamten Gesellschaft –
sehr stark von einem Menschenbild geprägt war, dass davon
ausging, dass der Mensch als ein triebhaftes Wesen durch eine
starke, strenge Erziehung in Grenzen gehalten werden muss. Die
Psychoanalyse passte hervorragend in dieses Denkmodel mit hinein.
Und erst im Laufe der 50er haben sich allmählich auch in der
Wissenschaft Denkmodelle durchgesetzt, die das deutlich anders
gesehen haben. |
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Margit Miosga: |
Ja. Peter Wensierski, Sie haben die Geschichte für den SPIEGEL damals recherchiert, und über ihre Vermittlung habe ich auch Frau B. hier in Berlin gefunden, die ihre Geschichte kurz und knapp und deutlich erzählt hat. Sie war in "Conradshöhe". Ist die Geschichte eigentlich eine typische Geschichte? Sie haben ja mit vielen Leuten gesprochen, die in diesen Jahren, 50er, 60er, und zu Beginn der 70er Jahre in 'Heimen' waren. |
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Peter Wensierski: |
Das ist eine Geschichte von vielen, von vielen Hunderten, von vielen Tausenden Geschichten, die Leute erlebt haben in diesen fünfundzwanzig Jahren, von Anfang der 50er bis Mitte der 70er Jahre. In dieser Zeit waren Hunderttausende von Kindern in Deutschland – in West-Deutschland – in 'Heimen'. Also wir reden hier nicht, und sollten hier nicht darüber reden, wie damals die Pädagogik war, und wie man das verstehen und entschuldigen kann, dass es bestimmte Konzepte gab. Es gibt einfach heute in unserer Gesellschaft, mitten unter uns, Hunderttausende von Leuten, die haben das erlebt, am eigenen Körper erfahren, sind heute noch davon traumatisiert, geschädigt. Es kann sein, dass sie noch tablettenabhängig sind, weil die Nonnen sie vollgestopft haben mit Beruhigungsmitteln; es kann sein, dass sie auf einem Ohr nicht hören können, weil die Nonnen sie mit dem Essbesteck geschlagen haben. Oder sie sind geschädigt, weil sie missbraucht wurden in diesen 'Heimen'; sie sind geschädigt, weil sie dort traumatisierende Dinge erfahren haben. Die leben unter uns, haben jahrzehntelang geschwiegen, sogar gegenüber ihren Lebenspartnern, teilweise, geschwiegen, haben verheimlicht gegenüber ihrem Ehemann, dass sie in einem 'Heim' waren, und dass sie dort schlimme Dinge erlebt haben. Und es gibt jetzt massenhaft das Bedürfniss – das ist meine Erfahrung – nachdem wir den Artikel im SPIEGEL veröffentlicht haben --- |
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Margit Miosga: |
Das war im Frühjahr, kam der heraus --- |
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Peter Wensierski: |
Das war im Frühjahr [2003]. Wir haben Hunderte von Briefen bekommen, Anrufe, E-mails. Die Leute haben wirklich ein großes und starkes Bedürfnis darüber jetzt zu sprechen, diese Zeit aufzuarbeiten, mit anderen gemeinsam, und die damals Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen – auch in einer Auseinandersetzung, im Nachhinein noch einmal – zu zwingen. Die damals Verantwortlichen sind die Kirchen, die Orden, die diese 'Heime' betrieben haben, sind aber auch die Jugendämter, und die staatlichen Institutionen, die daran beteiligt waren, die auch die Akten dieser Leute hatten, oder eben heute nicht mehr haben. |
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Margit Miosga: |
Frau Professor Bertram, der Artikel ist im Frühjahr [2003] erschienen. Sie, als eine Fachhochschule – eine katholische – da wurde das sicher mit großem Interesse gelesen. |
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Birgit Bertram: |
Eigentlich weniger – weil – ich denke – das möchte ich auch dazu sagen, Es ist sicherlich legitim, dass man die Probleme die, auch in Langzeitwirkung von Traumatisierung, da sind, dass man versucht die auch anzugehen. Aber, aus Gründen, die ich eben schon erläutert habe, kann man jetzt nicht generell das polarisieren und verabsolutieren, dass das so gewesen sei und dass man deswegen das kollektiv behandeln müsste. Ich persönlich, halte – nach meiner Erfahrung (und ich habe sehr viele in der Heimerziehung, auch mit Kindern / Jugendlichen, gearbeitet, die sehr stark auch Traumatisierungserfahrungen hatten, aus unterschiedlichen Kontexten) – und meine Erfahrung ist, dass es hilft, wenn man die einzelnen Problemzusammenhänge in ihrem individuellen Kontext aufarbeiten kann; und dass man da durchaus auch nach Möglichkeiten der Überwindung und der Bearbeitung suchen kann. |
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Peter Wensierski: |
Hm, Frau Bertram. Darf ich Sie mal etwas fragen, oder eine Frage weitergeben, die mir viele ehemalige Heimkinder gestellt haben? Wenn Sie heute Erzieher ausbilden, auch auf einem gewissen kirchlichen Hintergrund --- ahem --- haben Sie mal, in dieser Ausbildung, etwas über diese Zeit, was über diese fünfundzwanzig Jahre in Deutschland vorging, verarbeitet? Wissen die Leute, die Sie wieder als Erzieher ausbilden, darüber Bescheid, auch im Detail? |
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Birgit Bertram: |
Ich denke, worüber man sicherlich spricht, sind die Zusammenhänge wie öffentliche Erziehung durchgeführt wurde eher von der strukturellen Seite, dass die Gruppen riesig groß waren, dass autoritäre Strukturen da waren was die Erziehung betraf, das große Schlafsäle da waren, dass es sehr harsch in der Organisation des Alltags war, dass sehr wenig an die individuelle Bildung der Einzelnen gedacht wurde was Schulische- und Ausbildungsaspekte betrifft. Das ist aber, denke ich, es wurde nicht – auf das was Sie warscheinlich jetzt abheben – auf die sehr starke Rolle, auch von Kirche in diesem Zusammenhang, das wird sicherlich nicht in dem wahrscheinlich von Ihnen gewünschten Ausmaß gemacht. |
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Margit Miosga: |
Ich möchte mal bloß eine Frage, Wie ist denn heute – oder heute spielen kirchliche 'Heime' nicht mehr die große Rolle --- War denn damals ein Großteil der Heimerziehung kirchlich organisiert? |
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Birgit Bertram: |
Ja. --- |
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Peter Wensierski: |
Ja. --- |
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Margit Miosga: |
Herr Wensierski. Kann man das, sagen wir mal, in Prozente fassen? |
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Peter Wensierski: |
Ja.
Das war gar nicht so einfach das zu recherchieren, auch für
den SPIEGEL nicht. Also die Zahl der 'Heime', wo es überall
'Heime' gab. Nach langwierigen Recherchen sind wir dann auf
Berichte aus den 60er Jahren gestoßen, auf Zahlen die damals
genannt wurden, Es gab 3.000 konfessionelle 'Heime' – also
katholische und evangelische 'Heime' – die hatten 220.000
Heimplätze, 1960. Das heißt, es sind wirklich mehrere
hundertausend Kinder und Jugendliche durch diese 'Heime'
geschleust worden in diesen fünfundzwanzig Jahren. Also,
einen – etwa 80% waren konfessionell und 20% waren
staatliche 'Heime'. |
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Margit Miosga: |
Was ich interessant finde, wie leicht Kinder damals in 'Heime' gerieten. Es waren oft Kinder von allein erziehenden Müttern, nach dem Krieg, Frauen, Flüchtlingsfrauen, die mit ihren Kindern unterwegs waren. Und wir hören jetzt zwei Schwestern, Elke und Regina; heute, Damen denen man nichts anmerken würde. Ich habe sie – auf ihre Vermittlung hin – in einem Berliner Hotel getroffen. Die kamen aus dem Osten mit ihrer Mutter, waren in der DDR. Die Mutter ist mit ihren kleinen Mädchen geflüchtet aus der DDR, weil es ihr dort auch zu straff ging. Und die beiden, damals eine Vierzehnjährige, und die Andere um die Siebzehn mit einem Kind, sind im 'Heim' gelandet. Und wie das passiert, das erzählen sie. |
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Heimkind – Elke: |
Meine Mutter konnte sich nicht wehren. Wir waren ganz harmlose, nette, junge Mädchen. Ja, wir waren nicht schlimm. Nur – wie sagt man so – wir wollten auch ausprobieren wie es alle jungen Leute taten. Und, und mehr haben wir nicht gemacht. Aber das komische ist, ich wurde mit dreizehn Jahren aus der Schule entlassen, "freigestellt", als Ernährer unserer Familie. Das muss man sich mal reintuen, ja. Dann habe ich gearbeitet in der Fabrik, mit dreizehn Jahren, in der Stricknadelfabrik, die heute noch in Altona, im Sauerland besteht, eins, zwei, drei, vier, fünf Stricknadeln in die Tüte, eins, zwei --- den ganzen Tag. Und dann hatte ich natürlich mit fünfzehn ’nen Freund – sechzehn, und --- Dann musste ich nur einmal zum Jugendamt; und dann haben die mir gesagt, "Du, du, du Böse, das darf man nicht." Und ein paar Tage später kriegte ich Bescheid, "Wir bringen dich ins Vincenzheim." |
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Heimkind – Regina: |
Es war nicht mehr! |
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Heimkind – Elke: |
Ja, es war nicht mehr! |
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Heimkind – Regina: |
Es war nicht mehr! |
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Heimkind – Elke: |
Natürlich hat man mit dem Freund geschmust, und auch mal ’nen bischen ausprobiert, wie – wie gesagt es geht – mehr war nicht. |
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Margit Miosga: |
Ihre Mutter, was hat die denn gesagt? |
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Heimkind – Elke: |
Ja, die konnte sich nicht wehren. Da kam einfach das Jugendamt und sagte "Das ist so ---" Vor vollendete Tatsachen wurde sie damals gestellt. --- |
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Heimkind – Regina: |
Ich bekam schon das zweite Kind --- Ich hatte schon das zweite Kind, und hab dann geheiratet, und das klappte auch nicht so, weil wir ja keine Wohnung hatten, nichts --- und keine Unterstützung --- Wir hatten ja auch nichts, na ja --- Und eines Tages – meine Schwester war schon im Vincenzheim – kam das auch mit mir. Ich war verheiratet! Man hat mir keine Chance gegeben, meine Ehe irgendwie richtig aufrechtzuerhalten, mit siebzehn / achtzehn, und das Kind --- Ich war mit dem Kind im Erziehungsheim --- |
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Margit Miosga: |
Ich --- Ja --- |
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Heimkind – Regina: |
--- *mit meinem Kind*. Mein Man wurde nicht gefragt --- Es war nichts --- Es, es --- es gab nicht einmal eine Anhörung --- Es war einfach so als ob ich ein schweres Verbrechen begangen hatte. Wir waren anständige Mädchen. Also, es gab nichts, was wir auch nur einmal schlecht gemacht hatten. --- Wenn man das heute mal so, in der heutigen Zeit sehen würde, dann müsste jedes zweite Mädchen heute in eine Schwererziehbare-Anstalt. |
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Margit Miosga: |
Sie
hören die "Zeitpunkte" – heute im Schwerpunkt
– zum Thema "Erziehungsheime in den 50er, 60er, und bis
Mitte der 70er Jahre". Schwerpunkt, "Katholische
Erziehungsheime in der Bundesrepublik". Schnell wurden
Jungens und Mädchen in 'Heime' gesteckt. |
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Peter Wensierski: |
Ja,
es war ein übliches Strickmuster, dass wegen nichtiger Gründe
Kinder in die 'Heime' kamen. Also, ein ganz großer Teil, zum
Beispiel, allein weil sie einfach nur eine alleinerziehende Mutter
hatten. Oder weil der Vater vielleicht tödlich verunglückt
war, oder abgehauen war. Die Jugendämter setzten einen
Vormund ein und wenn diese Kinder auffällig waren den Lehrern
oder auch den Nachbarn – es gibt so etwas wie eine Mitschuld
auch von vielen Nachbarn, die Mädchen denunziert haben, dass
sie ’nen Freund haben. Es gibt Einweisungen, weil ein
siebzehnjähriges Mädchen einen zwanzigjährigen
Freund hatte – Das war ja zu der Zeit auch noch (wegen des
Kuppeleiparagraphens) verboten – wenn der im Elternhaus
übernachtete. |
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Margit Miosga: |
War das eigentlich eine Geschichte, dass man eigentlich mit ärmeren, weniger gebildeten das – früher hat man gesagt, "Unterschiedsleuten" – so gemacht hat? |
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Peter Wensierski: |
Ich
denke, das war – vor allen Dingen – auch ein Aufbäumen
der schlimmsten konservativen und wirklich damals reaktionären
Kräfte der Bundesrepublik gegen die Modernisierung, die
irgenwann in den 60er Jahren, 70er Jahren begann. Das war die
Zeitenwende --- ahem --- in der Bundesrepublik. Und man hat
wirklich Tausende von Jugendlichen, die anders leben wollten –
die einfach überhaupt nur leben wollten, und nicht mehr in
den alten Gleisen sich benommen haben – die hat man halt
sehr schnell in diese 'Heime' gebracht. Und, das perfide ist bloß
gewesen, vorgeblich wollten ja Orden, die diese 'Heime' leiteten –
Schwestern, Nonnen – wollten den Kindern helfen. Was sie
gemacht haben, ist, Kindern – in ohnehin vielleicht
schwierigen familiären Verhältnissen – "den
Rest zu geben", durch ein wirklich schlimmes
Repressionssystem in den 'Heimen', wo dann die Kinder wirklich den
Erziehern, den Nonnen – in vielen Fällen – wir
wissen noch gar nicht in wie vielen ---, aber "in sehr vielen
Fällen" – in diesen 3.000 Heimen quer in der
Bundesrepublik – ausgeliefert waren. |
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Margit Miosga: |
Jetzt wollen wir noch mal die Schwestern, Regina und Elke – von denen wir gerade gehört haben, wie sie in dieses 'Heim' kamen – über den Alltag, ein einfacher Heim-Alltag in den 60er Jahren, in Nordrhein-Westfalen, hören. |
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Heimkind – Regina: |
Den Ablauf des Tages bestimmten ja die Nonnen, und da war ja eine ganz strenge Ordnung – "Ordnung" in Anführungsstrichen – herrschte. Die "Ordnung" fing schon morgens an. Da mussten wir zum Zähneputzen und zum Klo, und uns waschen mussten; mussten wir uns schön anstellen und wenn wir vorher auf die Toilette mussten, oder wir hatten vielleicht unsere Periode, durften wir noch nicht einmal schnell vorher auf die Toilette. Also, es kam überhaupt nicht in Frage. Es war also immer jemand dabei. Und wie wir das jetzt hier so erzählen, hört sich das eigentlich noch ganz harmlos an, aber es war, es war --- es war wirklich --- hart --- Und ich kann es auch gar nicht beschreiben --- Wir waren auch sehr traurig --- |
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Heimkind – Elke: |
Erst,
als ich hinkam --- Man kam generell erstmal in eine
"Aufnahmestation", wo dann auch diese "tollen
Untersuchungen" stattfanden, wo man auf diesen "Frauenstuhl"
da musste, wo dann so ein komischer Arzt einen 'untersuchte', naja
--- und die Nonne immer, immer davor saß, und alles genau
mitanguckte --- Das war so deprimierend! Also das war wirklich ---
also --- eines der sehr schlimmen Sachen. Ob man irgendeine
Geschlechtskrankheit hat --- weil wir ja alle "ganz schlimm"
waren. Und, natürlich, war alles abgeschlossen; es war keine
Tür auf! Es war alles --- nur Schlüssel. Und nur in
Zweierreihen. Und man durfte sich noch nicht einmal – wenn
man warten musste – an die Wand lehnen, oder irgend so etwas
--- soetwas durfte man nicht --- |
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Margit Miosga: |
Frau Professor Bertram, was schon auffallend ist, auch der Umgang mit Sexualität, vor allem bei jungen Frauen – bei Jungens war das sicher auf einer anderen Ebene – Repression gegen alles was sexuell ist. War das – sozusagen – "integraler Bestandteil"? |
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Birgit Bertram: |
Ich denke, auch da würde ich sagen, dass das eine Dimension des Zeitgeistes war. Der war ungeheuer prüde, ungeheuer restriktiv, und nicht umsonst hat dann die Liberalisierung der 70er, 80er – nach 68 – eben auch eine sexuelle Liberalisierung gebracht. Und dann ist das, was hier geschildert wurde, ein Zeichen von diesen Dingen. Und da würde ich auch den Aspekt, der eben noch mal angesprochen wurde, auch --- bestätigen --- dass zu dem "6. Jugendbericht" – der in den --- Anfang der 80er erschienen worden ist – gab es ein Gutachten über die Praxis der Einweisungen von Mädchen in das 'Heim'. Und da wurde die These auch ganz klar, auch impirisch belegt, dass bei Jungens definitiv ein abweichendes Verhalten ------iert […nicht hörbar…] oder beobachtet sein mußte, während bei Mädchen, in sehr, sehr vielen Fällen, eben, "diese drohende Verwahrlosung" – also "die drohende", nicht "die eingetretene" sondern "die drohende Verwahrlosung" – sehr häufig als Grund genannt wurde; und das hieß eben auch "Verwahrlosung im sexuellen Bereich"; und das wurde sehr stark von der Praxis der Jugendämter aus als ein Mittel benutzt, um Mädchen dann in diese öffentliche Erziehung zu bringen. Das hat sich heute total geändert. |
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Margit Miosga: |
Mhm. Wenn man das hört --- diese Geschichten --- Und das sind – wie wir ja gehört haben – bei über dreitausend 'Heimen', die jahrelang --- jahrzehntelang betrieben worden sind – sind es Hunderttausende von Menschen, die so eine Geschichte hinter sich haben, in unterschiedlichen Abstufungen; nehmen wir das mal vielleicht als Mittelwert, den Bericht, von dem wir gesagt haben --- Was macht das mit Menschen – wenn du als Jugendlicher so behandelt wirst? Also, ich habe da meine Phantasie versucht so zu beflügeln --- Was hätte das für mich gehießen? |
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Birgit Bertram: |
Ich denke, wenn man das über den Lebensverlauf hinwegsieht, Erfahrung davon dass ich als Person nicht geachtet werde, führt dazu, dass ich mich selber wenig achte, und ich brauche dann – wenn ich aus dem Kontext wo das so war, wieder herauskomme – dann Menschen, die mir die Chance geben, diesen Respekt vor mir selber und vor Anderen, und vor der Welt insgesamt, dann neu zu konstituieren – wenn das vorher da war – oder, neu auf den Weg zu bringen. |
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Peter Wensierski: |
Also, was mich, als Journalist, dabei erschrocken hat, bei der Recherche, war, dass ganz viele Leute bis heute darüber geschwiegen haben. Die haben sich nicht getraut darüber zu sprechen, ja. Ahem . . |
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Birgit Bertram: |
Das Phänomen kenne ich, aber aus anderen Bereichen. Ich habe sehr viel mit jungen Menschen gearbeitet, die über Misshandlungen in ihrem Familienkontext berichtet haben, die über sexuellen Missbrauch berichtet haben. Das ist – und ich denke, dass wir als Intellektuelle uns das manchmal so vorstellen, "Wenn man ein Problem hat, muss man darüber reden, und dann kriegt man das in Griff." Meine Erfahrung in dem Kontext ist, dass sehr viele dieser Menschenkinder nicht in der Lage sind, über die erlittenen Verletzungen und Übergriffe zu reden, weil das weder in ihrem Sozialisationsmilieu normal ist zu reden über Problemlagen, noch haben sie Worte dafür, diese erlebten Verletzungen auch begrifflich zu fassen. |
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Peter Wensierski: |
Aber
dieses "Reden darüber" muss jetzt endlich
stattfinden. Das sagen eben ganz viele. Da kann ich bei einem
Zeitungsartikel – da bei dem Fernsehbeitrag – bleiben
--- Das "Reden" über diese, ja eigentlich "größten
Menschenrechtsverletzungen", sagen viele der Beteiligten,
"größten Menschenrechtsverletzungen" die in
der Geschichte der Bundesrepublik stattgefunden haben. *Wo sonst
wurden in der Bundesrepublik, in der scheinbar so modernen
Bundesrepublik, Tausende, Zehntausende von Menschen dermaßen
missachtet, gedemütigt, erniedrigt und gequält? Wo sonst
in der Gesellschaft – über so einen langen Zeitraum –
als in den 'Heimen' in der Bundesrepublik*? |
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Margit Miosga: |
Muss man mal sagen, Das ergänzt sich ja dann auf dieser Seite ganz hervorragend. Glaube ich, angefangen hat --- oder sagen wir mal --- die Welle hat angefangen, dass darüber gesprochen wird --- der Film aus Irland. |
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Peter Wensierski: |
Genau. Ein Film aus Irland musste erst her, damit in Deutschland auch Leute, die hier bei uns Opfer waren und in denselben Umständen [waren] sich zu Worte melden. Der Film "Unbarmherzige Schwestern", d.h. "The Magdalene Sisters" zeigt eben die Zustände in einem irischen 'Heim', in einem Mädchenheim, und da --- |
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Margit Miosga: |
Der lief hier Anfang des Jahres [2003] --- |
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Peter Wensierski: |
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Der lief hier Anfang des Jahres, Januar, Februar [2003]. Und ich
erinnere mich noch, dass ich eine E-mail bekam, Da fragte mich
eine Frau aus Paderborn [Regina Gazelle] --- ahem --- (Wir hatten
den Film im SPIEGEL kurz porträtiert.) --- und eine Frau
[Regina Gazelle] fragte, ja --- sie würde den gerne sehen,
"der läuft nicht in Paderborn" und da sei doch
dieses "Erzbistum vielleicht auch nicht dran unschuldig, dass
der Film in den Kinos" [dort] "nicht läuft".
Ich hab sie zurückgefragt "Warum wollen Sie denn den
Film sehen?" Und da brach alles aus ihr heraus, Sie sagte,
"Ich war genauso in einem solchen 'Heim', in Dortmund."
Ja. "Ich habe dasselbe erlebt!" und "Ich kenne noch
andere Leute." "Ich weiß, die sind hier --- viele
gehören zu den Gescheiterten in der Gesellschaft, die man in
Arbeitslosen- und Obdachlosentreffs findet." |
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Margit Miosga: |
Das heißt, es gab immer Leute, die auch wussten, was es war. |
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Peter Wensierski: |
Ja. Die haben aber ihr Wissen immer für sich behalten, und niemand hat das an die Öffentlichkeit getragen; und auch die Kirchen, die Institutionen die die 'Heime' geleitet haben, haben nicht *einmal* etwas dazu beigetragen, dass alles dieses öffentlich wird, zusammengetragen wird, und dann mal auf den Tisch kommt. Und das ist jetzt die Zeit dafür. |
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Heimkind – Regina: |
Wir erwarten einfach auch eine Entschuldigung, eine Entschuldigung und eine Erklärung wieso eine Kirche die eigentlich für einen hätte dasein sollen und was tun sollen genau das Gegenteil gemacht hat. Und das macht uns eigentlich wütend, muss ich sagen. |
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Heimkind – Elke: |
Aus dem einfachen Grund auch, ich denke, ich will jetzt auch gar nicht mehr schweigen. Auch meine Tochter hat mir gesagt – die ist sechsunddreißig Jahre alt – die hat mir gesagt, "Warum sprichtst du jetzt darüber? Warum nicht vorher?" Ich sagte, "Weil ich immer Angst hatte." --- Na --- das mich Leute in die Schublade packen, und --- Es war einfach ein Kapitel, was ich gerne verstecken wollte. --- Na --- Aber jetzt denke ich, "Wer soll mir heute noch was!" |
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Margit Miosga: |
Frau Professor Bertram, Sie unterrichten an einer Katholischen Hochschule für Sozialwesen. Und die einfache – sagen wir mal, sozusagen – "Katholische Kirche", Immanentenbereich --- Was wäre daran so schwierig, dass sich heute – sei es auf dem Ökumenischen Kirchentag, auf einem Konzil, weiß der Kuckuck was, die "Katholische Kirche" hat ja zig Organe, in denen sie sich repräsentiert – dass sich da jemand hinstellt und sagt, "Heute", sagt, "haben wir keine solchen 'Heime' mehr. Aber es tut uns [unendlich] leid was wir den Menschen damals angetan haben." So ein einfacher Satz. Das erwarten wir doch. – Die ganze Debatte um Zwangsarbeit, und was hier im Dritten Reich [auch] passiert ist, das hat man *immer* erwartet – dass sich dazu gestellt wird. |
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Birgit Bertram: |
Ich denke, so eine Entschuldigung dieser Art ließe sich sicherlich formulieren. Was die Opferseite betrifft, denke ich aber, dass so ein kollektives Eingeständnis wahrscheinlich weniger hilfreich wäre, als – untersetze ich einfach – auf das, was man so der Moralentwicklung, oder dem moralischen Bewusstsein von Menschen weiß – dass es viel hilfreicher ist, persönlich zu gesunden in Relation zu den Traumata und zu den Verletzungen, die man erlebt hat, wenn man sich personal mit dem Täter auseinander setzten kann. Also, die ganze Diskussion, die wir auch im Strafvollzug haben, mit Täter-Opfer-Ausgleich, die würde ich hier sehr viel konkreter sehen, dass man nämlich personal die Dinge bei den Menschen, den Betroffenen, konfrontiert und dann möglicherweise diesen Prozess [so vollendet] --- |
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Margit Miosga: |
--- Das haben Sie doch getan, Herr Wensierski --- |
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Peter Wensierski: |
--- Das hört sich schön so an wie Sie sagen. Die Realität sieht ein bisschen anders aus. --- ahem --- Es gibt ja erste Opfer der Heimerziehung die versucht haben, ihre früheren Erzieher zu treffen – die Leiter der katholischen oder evangelischen 'Heime' zu treffen – und zur Sprache zu stellen. Also, das ist alles bisher sehr unbefriedigend für die Leute gewesen. |
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Margit Miosga: |
Sie waren ja dabei. Erzählen Sie mal, wie solch eine Begegnung verläuft. |
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Peter Wensierski: |
Zum
Beispiel, Diese "Barmherzigen Schwestern", diese
"Vincentinerinnen" aus Paderborn, die in Dortmund und
anderswo 'Heime' hatten --- ahem --- entziehen sich allen Fragen.
Die machen dicht. Die legen auf am Telefon. Die sagen, "Wir
äußern uns dazu nicht! Basta!" |
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Margit Miosga: |
Ich möchte mal bei diesem Ausgleich bleiben, weil Sie das angesprochen haben. Die beiden Frauen, die wir gehört haben, die haben die Erzieherinnen gefunden. Die hatte ihnen Tee angeboten und dachte, das ist ein netter Besuch. Kein Wort. Es war einfach nicht zu reden. Wie sollte dies denn stattfinden? Kann es nicht nur stattfinden, wenn – die Kirche ist ja auch eine hirarchische Institution – wenn das oben anfängt --- wenn die Kirchenleitung sagen würde, "Es war falsch. Es tut uns leid."? |
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Birgit Bertram: |
Ich denke, was dann ein ganz schwieriger, auch ein schwieriger sozialler Prozess ist, man kann jetzt nicht diese Menschen, also die Opfer und die Täter, jetzt hier zusammentun und sagen "rauft euch zusammmen" oder "arrangiert euch" oder "redet darüber". Ich denke, ein solcher Prozess der Annäherung, der muss auch begleitet werden. Da muss jemand da sein, der als Moderator oder als Mediator einen solchen Prozess mitbegleiten kann. Und dann, denke ich mir, ist es durchaus möglich, da auch in eine Kommunikation einzutreten. Jetzt ist es ja eher so dass gesagt wird, "Ich verweigere die Kommunikation.", und das ist nicht hilfreich. |
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Peter Wensierski: |
Gut. Die Opfer wollen ja aber die Kommunikation gerne haben, verweigert wird sie von der Gegenseite. |
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Birgit Bertram: |
Mhm. |
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Peter Wensierski: |
Ahem
--- Auf die bisherige Veröffentlichung, auf diesen Film,
haben ja die Institutionen, die Kirchen, gar nicht reagiert. Der
Film, dieser irische Film, der wurde vom Vatikan mehr oder weniger
kritisiert, "beschimpft" geradezu, und auch die
Katholische Kirche hat sich zu der ganzen Problematik überhaupt
noch nicht geäußert. |
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Margit Miosga: |
Es ist ja was ganz Handfestes, ja --- gut, natürlich ---mhm --- |
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Peter Wensierski: |
--- Sie sind aber gescheitert --- sie sind gescheitert. Im übrigen auch bei den Jugendämtern sind sie gescheitert. |
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Birgit Bertram: |
Wie lange werden Akten aufgehoben? Nicht doch länger als zehn oder zwanzig Jahre werden die doch nicht aufgehoben, oder? |
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Peter Wensierski: |
Aber unsere Recherchen haben ergeben, dass es in den --- hinter den dicken Klostermauern der Orden, durchaus noch Akten gibt; viele Unterlagen, Photos, Berichte, usw., --- Die Leute wären sehr dankbar, wenn sich da all diese 'Barmherzigen Schwestern' und 'Brüder' wirklich mal erbarmen würden und sie an die Akten und die Papiere da ran kommen lassen würden; *und auch an den einen oder anderen Gesprächspartner mal bieten würden*. |
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Margit Miosga: |
Wir halten uns jetzt geradeso auch an den Kirchen fest. Eingewiesen wurden die Kinder ja von städtischen- und staatlichen Institutionen. Wie waren denn Ihre Versuche dort fündig zu werden? War man da offener? --- argumentiert? |
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Peter Wensierski: |
Ich
sage hier nicht umsonst, Ich glaube dass--- das--- mit einer der
größten--- mit einer der größten Schuld ist
die hier in der Bundesrepublik auf
sich geladen worden ist, von verschiedenen Institutionen--- beiden
großen Kirchen, den Ordengemeinschaften der Katholiken
inbesondere, aber auch den Jugendämtern, den beteiligten
Jugendrichtern, den Vormundschaftsrichtern. |
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Margit Miosga: |
Frau Professor Bertram, die 68er, waren die letzten Endes – Ulrike Meinhoff, man erinnert sich an das Buch und den Film "Bambule" es ging um ein [diesmal vom Staat betriebenes] Mädchenheim [in West-Berlin] – war das der Zünder, um diese schwarze, grauenvolle Pädagogik eigentlich aus deutschen 'Heimen' langsam, langsam zu verbannen? |
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Birgit Bertram: |
Ich denke, es war mit --- |
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Margit Miosga: |
Sie waren ja selbst Heimerzieherin auch ….alle…. der 70er Jahre. |
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Birgit Bertram: |
Ja, ich habe als Psychologin in 'Heimen' gearbeitet. --- Ahem. Ich denk mal, das der Zeitgeist dieser 68er war ja eine Befreiung aus diesen autoritären Strukturen überall in der Gesellschaft. Den --- erinnere an den "Muff unter den Talaren" der ja da auch ausgemistet werden sollte. Also, die Universitäten, das Bildungssystem, aber auch das Erziehungssystem, wurde da gründlich aufgemischt, und die ganzen autoritären, d.h. den einzelnen Menschen als Individuum nicht respektierenden Strukturen wurden damals systematisch angegangen. Und das hat – weil wir ja hier über die "Öffentliche Erziehung" / "Heimerziehung" sprechen – das hat dazu geführt, dass über den "8. Jugendbericht", der das sehr kritisch aufgearbeitet hat, dann das neue Kinder und Jugendhilfe Gesetz, 1991 in Kraft getreten ist. Und das hat mit all diesen Praktiken gründlich aufgeräumt. Das hat das Recht des Kindes zur Mitbestimmung für die Prozesse – die über Jugendhilfe – aufgeführt.--- |
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Margit Miosga: |
--- 1991?--- |
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Birgit Bertram: |
--- Das ist 1991 in Kraft getreten. Bis dahin war das Jugendwohlfahrtsgesetz gültig, was 1924 --- ahem --- verabschiedet worden ist. Also, es gab in den siebzig Jahren dazwischen kein neues Gesetz. |
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Margit Miosga: |
Das heißt, von der Nazi-Zeit--- Weimarer Republik, Nazi-Zeit, Bundesrepublik, ein Gesetz.? |
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Birgit Bertram: |
Und man muss sehen, dass die Gesetzeskonstruktion des JWG kommt aus einer Zeit von extremer Kinderarmut in Deutschland, wo es eingerichtet wurde, um Kindern, die in extremer Not leben, eben staatliche Hilfen zukommen zu lassen. Und das hat eben die ganzen siebzig Jahre überdauert und wurde dann--- Und das erste mal in der Geschichte der Bundesrepublik ist ein Gesetzentwurf so sehr stark auch von den neuesten psychologischen und soziologischen und pädagogischen wissenschaftlichen Erkenntnissen untermauert gewesen wie das KJHG. Und es hat gerade diese Aspekte – was den Respekt der Menschen, was die Selbstbestimmung der Menschen betrifft, auch die Entscheidungsfähigkeit der Familien, der Erziehungsberechtigten – in einer Weise gestärkt, gerade um auch den Jugendämtern gegenüber eine ganz starke Position zu haben, wie es das vorher in der Geschichte noch nie gab. |
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Margit Miosga: |
Peter Wensierski. Auf den Artikel im SPIEGLEL hin haben sich Leute bei Ihnen gemeldet, schriftlich, mit E-mails, mit Briefen, mit Anrufen, und haben sich vernetzt. Haben sich eigentlich welche gefunden die gemeinsam in 'Heimen' waren, die beschlossen haben, "Wir gehen zum Anwalt." "Wir gehen zu dem 'Heim'.", also, die Aktionen vorgenommen haben? |
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Peter Wensierski: |
Man
hat Freunde wiedergetroffen, von denen man nicht mehr wusste wo
sie geblieben waren, die damals in den Gruppen waren. Und es sind
gleiche Erinnerungen, die ausgetauscht wurden, ja. Man hat ---
versucht --- Es gibt jetzt in einzelnen 'Heimen' Leute, die jetzt
versuchen, die Geschichte dort aufzuarbeiten --- ahem ---
Geschehnisse zusammenzutragen, zu dokumentieren. |
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Margit Miosga: |
Interessiert--- [Muß ich Sie] mal fragen. Würde es Ihre Studenten auch interessieren? |
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Birgit Bertram: |
Weiß ich nicht. Weil die sehr stark eben--- die Kinder und Jugendlichen die, heute, ganz andere Probleme haben, die auch in die ganzen Konstruktionen der öffentlichen Erziehung reinkommen, das denke ich, sind heute auch ganz andere Problemenzusammenhänge in unserer neuen Zeit die wir heute haben. Und, insofern, weiß ich nicht, ob die immer diesen Rückblick – dann auch für sich selber – immer richtig finden. |
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Peter Wensierski: |
Mhm.
Das ist so ein bisschen schade. Das kann ich mir nicht vorstellen,
dass immer alles völlig neu vom Himmel fällt in unserem
Land. Also, unser Land hat eine Vergangenheit und die autoritären
Erziehungsstrukturen gibt es hier und da immer noch. |
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Birgit Bertram: |
Wissen
Sie, ich finde es ein bisschen schwierig --- ahem --- mit diesen
"Vorfällen" immer, so zu sagen, das umzudrehen, und
zu sagen, "Die Institutionen" deswegen total zu
diskreditieren. |
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Margit Miosga: |
Ich
warte nicht auf eine "kollektive Bearbeitung", aber ich
warte auf eine Stellungnahme der Kirche. Ich finde, dass die
Kirchen – *und auch der Staat* sozusagen – sich dazu
stellen müssen, "Die Leute leben einfach [noch alle]
unter uns." Und ich glaube, dass viele – wie man so
sagt – "Problemfälle" sind. |
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Margit Miosga: |
Meine Gäste heute, Frau Professor Bertram von der Katholischen Hochschule für Sozialwesen war unser Gast; und Peter Wensierski, der im SPIEGEL den Artikel über die Unbarmherzigen Schwestern in diesem Frühjahr [2003] recherchiert und veröffentlicht hat. |
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Margit Miosga: |
Redakteurin der Sendung war Magdalena Kämper. Mein Name is Margit Miosga . Nach uns [d.h, nach unserem Programm "Zeitpunkte"] kommt immer die Politik. Wir wünschen Ihen einen schönen Tag – und Tschüs! |
©
2003 Transcript-Herstellung und Herausgabe: Martin Mitchell aus
Australien. Dieses Transcript darf, und auch Auszüge davon
dürfen, nach dem 15.01.2004, von jedermann einmalig für
nicht kommerzielle Zwecke und ohne Änderungen genutzt werden.
Kommerzielle Nutzung und Vervielfältigung dieses Transcripts
aber bedarf der schriftlichen Genehmigung des Herstellers /
Verfassers / Herausgebers.
Der
Verfasser / Herausgeber dieses Transcripts, Martin Mitchell aus
Australien, allein übernimmt vollständige Haftung für
die Herstellung und die damit verbundene Genauigkeit des Inhalts
dieses Dokuments, und entbindet Dritte und auch den Sender “Radio
Berlin Brandenburg” von jeglicher Haftung in Zusammenhang mit
diesem Schriftstück.
Jedem
Teilnehmer und jeder Teilnehmerin an dieser Sendung ist erlaubt, sich
mit Vorschlägen notwendiger Korrekturen an den Verfasser /
Herausgeber Martin Mitchell aus Australien zu wenden:
martinidegrossi@yahoo.com.au.
[ Erstveröffentlichung auf dieser
Webseite: 13. Januar 2004 ]
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